Manchmal kommt alles zusammen: Stress im Job, eine belastende Situation im Privatleben, finanzielle Sorgen. Klar, dass man auf Dauer an die Grenzen der Belastbarkeit stößt. Viele Menschen bemühen sich um einen Ausgleich für das angekratzte Nervenkostüm, treffen sich mit Freunden, gehen ihren Hobbys nach oder genießen einen Urlaub und laden so erfolgreich ihre Akkus wieder auf.
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Hier finden Sie Kuren, die auf Burnout spezialisiert sind
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Doch viele Betroffene haben die Fähigkeit verloren, sich zu erholen. Es gelingt ihnen nicht mehr, ein gesundes Gleichgewicht zwischen psychischer Belastung und körperlicher und geistiger Gesundheit herzustellen. Sie haben Angst, den Anforderungen im Job nicht mehr gewachsen zu sein, ziehen sich von Freunden und Kollegen zurück, meiden soziale Kontakte und vernachlässigen ihre Hobbys. Am Ende finden sie sich in einem Zustand der totalen körperlichen und emotionalen Erschöpfung wieder. Diese Menschen leiden am Burnout-Syndrom (engl. (to) burn out: „ausbrennen“) – sie sind ausgebrannt.
Wie es zum Burnout kommt
Betroffen sind nicht selten Menschen aus sozialen Berufen, Führungskräfte, Schichtarbeiter und Lehrer. Neben den äußeren Faktoren in einer veränderten Arbeitswelt mit hoher Arbeitsverdichtung, belastender Team-Situationen oder der Angst vor dem Jobverlust sind auch Persönlichkeitsmerkmale mit verantwortlich für die Entstehung eines Burnout-Syndroms. Hierzu zählen u. a.: Ehrgeiz, ein zu hoher Anspruch an die eigene Leistung, Perfektionismus und „nicht NEIN sagen können“.
Ein Burnout-Syndrom entwickelt sich schleichend: In der Anfangsphase sind die Betroffenen euphorisch, arbeiten quasi pausenlos, verzichten auf Pausen und Erholungsphasen, fühlen sich unentbehrlich. Dabei vernachlässigen sie die eigenen Bedürfnisse, oft auch den Partner, beschränken ihre Kontakte auf die Arbeitswelt. Irgendwann stellt sich dann eine chronische Müdigkeit ein, hinzu kommen Konzentrationsschwäche und Schlafstörungen. Schließlich lässt die Motivation nach, es fällt den Betroffenen immer schwerer, sich zu organisieren. Sie werden unsicher, ziehen sich privat und beruflich immer mehr zurück.
Inbesondere wenn keine Gegenmaßnahmen wie eine Burnout Kur oder auch die intensive Auseinandersetztung mit dem Problem getroffen werden, wirken wirken sich die zunehmenden psychischen Belastungen auch auf den Körper aus. So kann es im Verlauf eines Burnout-Syndroms beispielsweise von einer Schwächung des Immunsystems über Verspannungen, Ess- und Verdauungsstörungen, schwerem Tinnitus bis hin zu Panikattacken kommen. Am Ende verdichtet sich das Gefühl der Hilflosigkeit und Verzweiflung zur Depression.
Burnout Kur als Behandlungsmöglichkeit
Patienten mit Burnout-Syndrom benötigen professionelle Hilfe. Die Behandlung hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Anfangs kann ein Arbeitsplatzwechsel oder eine ausgedehnte Erholungsphase z. B. im Rahmen einer ärztlich verordneten Kur oder Reha-Maßnahme ausreichend sein.
Während dieser Maßnahmen wird unter Mitwirkung von Psychotherapeuten und Ärzten ein individuelles Therapieprogramm für den Patienten zusammengestellt. Dies beinhaltet Gesprächs- und Gruppentherapien, das Erlernen von Entspannungstechniken wie progressive Muskelrelaxation und autogenes Training sowie Sport- und Bewegungsprogramme. Der Patient soll wieder lernen, sich zu entspannen und abzuschalten.
Im fortgeschrittenen Stadium verschwindet ein Burnout-Syndrom nicht einfach wieder. Die professionelle Hilfe muss ausgedehnt werden! Eine gezielte Psychotherapie soll helfen, die eigene Leistungsfähigkeit besser einzuschätzen und zukünftige Anforderungen realistischer zu sehen. So sollen künftige Überforderungen verringert werden. In den meisten Fällen ist eine Behandlung mit Antidepressiva unumgänglich.
Sie möchten eine Kur beantragen? Wir helfen Ihnen bei den Formalitäten und bei der Auswahl einer geeigneten Burnout Klinik. Rufen Sie uns einfach an unter 0800 – 70 10 900 begin_of_the_skype_highlighting 0800 – 70 10 900 end_of_the_skype_highlighting.
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Bella
sehr schön geschriebener blog finde ich. und es freut mich jedes ma auf´s neue solche blog zu lesen
#1 Kommentar vom 13. April 2010 um 10:47
Jenns: Schichtarbeiter
Ich persönlich sehe das Burnoutsyndrom als eine Mischung aus der Angst vor dem Jobverlust und der Unfähigkeit Arbeiten und Verantwortung auch mal abzugeben. Nach dem Motto: “Dann mach ich es eben selber, bevor es ein anderer vielleicht falsch macht.”
Arbeiter im Schichtdienst haben es gleich noch viel schwerer mit belastenden Situationen umzugehen. Hier kommt nämlich noch der Umstand der ständig wechselnden Arbeitszeiten hinzu. vgl. Schichtarbeitersyndrom.
Auf alle Fälle sollte man als Betroffenen lieber früher als zu spät handeln und sich ggf. in psychologische Behandlung bzw. eine Kur begeben.
#2 Kommentar vom 02. Juni 2010 um 21:45
Lächerlich
Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass ein “Ausbrennen” nur in Verbindung mit hohem Arbeitseinsatz entstehen kann. Tatsächlich kommt es auf das Verhältnis zwischen dem, was für für die Arbeit investieren (Zeit ist nur ein kleiner Faktor, man kann auch 12 Stunden arbeiten und nichts schaffen, ein anderer Mitarbeiter arbeitet eine Stunde und schafft das, was andere in einer Woche schaffen würden) und dem, was wir zurück erhalten, an. So erkennt man dann auch, dass die Leute, die Karriere machen möchten und Freizeit opfern, im Grunde selbst schuld sind, denn sie können das Verhältnis beeinflussen. Ein “einfacherer” Sachbearbeiter, der sich große Mühe gibt aber bei jedem kleinsten Fehler Ärger bekommt, selbst bei tollen Ergebnissen niemals ein positives Wort hört und der einfach merkt, dass seine Arbeit unnütz ist, der brennt wirklich aus und hat ein Problem.
Aber doch nicht die Jörg Pilawas, die einfach mal X Wochen in die Wildniss fahren und danach ein Buch schreiben…
#3 Kommentar vom 30. Oktober 2010 um 17:01